Vogelgrippe:

Mit Vogelgrippe (Geflügelpest) ist eine Viruskrankheit gemeint, die insbesondere Geflügel befällt.

Was bedeutet Sperrgebiet für uns Tierhalter???

Danach müssen bundesweit in den bereits bestehenden Sperrzonen (drei Kilometer um den Fundort eines infizierten Vogels) Hunde an der Leine geführt und Katzen im Haus gehalten werden.

Laut Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit ist Ansteckung von Katze zu Mensch nur wahrscheinlich, wenn man Körperflüssigkeit oder Kot des Tiers über Mund oder Augen aufnimmt. Was den Umgang mit Katzen in Risikogebieten betrifft, heißt das seit dem Fund der H5N1-infizierten Tiers auf Rügen also zumindest: Schmusen verboten. Die Gefahr der Übertragung durch Nasen- und Speichelsekret sei deutlich höher als durch Streicheln, warnt der Leiter des Virologischen Instituts der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Volker Moennig.

Auch Kontakt mit Katzenkot ist bedenklich, bei Kindern im Alltag aber durchaus denkbar. Auf Spielplätzen nutzen Katzen die Sandkästen nicht selten für ihre Hinterlassenschaften. Und manches Katzenklo in der Wohnung ist für Krabbelkinder leicht erreichbar. Die Möglichkeit, dass Kinder mit Katzenkot in Berührung kämen, sei nicht auszuschließen, sagt Stefan Etgeton vom Bundesverband der Verbraucherzentralen dem Tagesspiegel. Wer anderes behaupte, rede Unfug. Allerdings sei es nicht möglich, alle Sandkästen auf öffentlichen Spielplätzen abzudecken. „Theoretisch kann man sich gegen alles absichern“, sagt Etgeton. Aber der Aufwand müsse auch verhältnismäßig sein. Bisher habe sich hierzulande kein Mensch angesteckt. Und mit Ausnahme Rügens sei es bisher auch unwahrscheinlich, dass sich Katzen mit Vogelgrippe infizierten.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth, sieht denn auch keine gewachsene Gefahr. Der Fund der toten Katze auf Rügen sei etwas früh gekommen, aber nicht überraschend. Bereits 2004 sei der Ausbruch der Krankheit bei Katzen in Asien beobachtet worden.

Das Risiko für Menschen, an einer H5N1-Infektion zu erkranken, ist zur Zeit weltweit äußerst gering.

Eine Empfehlung des deutschen Auswärtigen Amtes lautet: In Gebieten, in denen A/H5N1 verbreitet ist, sollten Geflügelfleisch und Eier vor dem Verzehr über 70°C erhitzt werden, weil dies eventuell vorhandene Viren verlässlich abtötet. In diesen Gebieten ist ein Kontakt mit Tieren, die potentiell erkrankt sein könnten, zu vermeiden. Insbesondere sollte auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten verzichtet werden. Eine präventive Bevorratung mit Tamiflu wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Wie wird die Vogelgrippe übertragen?

Hauptübertragungsweg ist die Ansteckung von Vogel zu Vogel.
Seit 1997 ist bekannt, dass bei intensivem Kontakt mit erkranktem Geflügel die Krankheit in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen werden kann.
Bei den wenigen in Asien erkrankten Menschen konnte in Einzelfällen das Vogelgrippevirus nachgewiesen werden, vermutlich durch den intensiven Kontakt mit erkranktem Geflügel verursacht.
Kann die Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen werden?
Für eine effektive Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand keine Hinweise. Die wenigen in Asien beschriebenen Kontakterkrankungen sind wissenschaftlich noch nicht abschließend untersucht.

Über Kot sowie Sekrete der Federvögel wird der Erreger übertragen.Da sich der Erreger über längere Zeit - halten - kann, wäre es möglich, dass er durch Anhaftung z.B. an Kleidungsstücken vom Mensch zum Vogel übertragen werden kann.